Mittwoch, 11. Juli 2007

Wettergott vs. Bertarelli


Auch heute fragte ich mich: Was ist eigentlich mit unserem Wetter los? Ist es sauer auf uns? Oder ist dieses wechselhafte Getue des meteorologischen Götzenbildes auf was anderes zurückzuführen? Hat Thomas Bucheli vielleicht Spielschulden? Warum rächt er sich dann an uns unschuldigen Bürgerinnen und Bürger? Warum kann er sich nicht einfach für einen Blitzeinschlag auf dem Leutschen(d/b)ach entscheiden? Gut, so unschuldig sind wir nun auch wieder nicht... Die Generation der CO2-Ausstösser, so werden wir ja in den Zeitungen mittlerweile genannt, hat natürlich den Hilferuf des Wettergottes überhört. Kein Wunder, heutzutage laufen ja 90% Personinnen und Personen in unserem Land durchgehend mit einem MP3-Stöpsel in den Ohrmuscheln herum. Wohin sonst sollte man diese Ohrenschmalzüberdecker hinstecken? Etwa in die Nase? Damit man die Abgase der Dieselfahrzeuge (powered by Jasmin Hutter, SVP) nicht mehr riechen kann und somit unsere innere Ozonschicht keine Löcher kriegt?!


Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr... Anders gesagt, ich verstehe die Schweiz nicht mehr. In der Zeit des alinghischen Fiebers wüschten sich alle Segelsportfreunde ein Mittelmeer im Berner Oberland, eine Adriaküste im Rheintal und eine Nordsee in Basel, um unseren UBS-Verwaltungsrat statt in Valencia bei uns auf seiner Jacht herumwindeln zu sehen. Und gleichzeitig, wirklich just im gleichen Moment, regnet es in den Medien nur so von Überschwemmungsmeldungen. "Du bisch scho im Chäller go luege obs Wasser hät? - Nei, ich luege zerscht no die 4. Regatta fertig..." Klar, das ist jetzt ein übertriebenes Beispiel... Aber was denkt sich der Vorgesetzte des Regenpapst? "Gämmer dänä no chli Wasser..."


Der Schuss kann aus Sicht des Geistlichen natürlich auch nach Hinten los gehen. Oder anders gesagt: sinkt der Kohlendioxidverbrauch bei schlechtem Wetter, da er bei schönem Wetter (Anm: ein in der Schweiz höchst selten vorkommendes Phänomen) in der Regel ja steigt? Wäre es nicht sinnvoller, man würde in Helvetia eine Art Regenwasserkraftwerk einführen? Jeder Liter pro Quadratmeter erzeugt z.B. 150 kWh Strom. Dadurch könnte man natürlich die Beznauer, Leibstätter, Gösgner und Mühleberger vom 24h Dauerrauch erlösen und die AKW's vom Netz nehmen, und zusätzlich auf den billigen EU-Pfuus verzichten. Die Kühltürme der abgeschalteten Hochrisikofaktoren könnte man dann im Genfersee versenken und auf dem erhöhten Pegel die Alinghi schiffern lassen. Toll nicht?

Keine Kommentare: