
"Schon bald ist es wieder so weit", lautet die Aussage eines Normalsterblichen. "Endlich gehts wieder los", lautet diejenige des Fussballfanatikers. "Blöds umegekicke...!" So tönt es aus den weiblichen Ecken. Ich kann die Frauen dieses Mal jedoch verstehen, obwohl ich kein eigentlicher Frauenversteher bin. Da in der Schweiz die Busaccas und Petignats ihre Spiele immer um halb acht anpfeiffen, verpassen nämlich viele Zuschauerinnen jeweils ihre GZSZ Folgen, was in guten und in schlechten Zeiten Folgen haben könnte. Auch die Tagesschau wird zur Tagesnichtschau und Markus Gilli's TalkTäglich mit Christoph Mörgeli wird zum TalkUnerträglich und muss oder darf in einer späteren Wiederholung als üblich geguckt werden.
Die Zeiten des (früher noch exklusiven) Teleclubs und des Blaufenster Fernsehen (bluewin) sind voll eingetroffen. Mann will natürlich nichts verpassen und sitzt, notabene zusammen mit einer Flasche Bier (Feldschlösschen Alkoholfrei) aufs Sofa und stiehlt der Frau somit den Sendeplatz.
Leider wird an der Anspielzeit des Volksports Nr. 1 auch in nächster Zukunft nicht gerüttelt. Für eine Revolution müssten nämlich alle Lämmli (Ernst, Delegierter) und alle Zloczower (Ralph, Pensionierter) zurück oder zur Seite treten, damit die MP3-Player Generation an die Macht kann. Die Spiele fänden dann in der Rushhour der TV Multis statt, zwischen 20.15 Uhr und 22:30 Uhr. Somit kommen alle auf ihre Kosten, in guten wie in schlechten Zeiten (GZSZ).
Wie gesagt, jedes Jahr dasselbe... Der FCZ befindet sich noch in der Ausnüchterungszelle, der FCB in den Ferien (Anm: die Präsidentin sollte nicht zu lange an der Sonne liegen. Das letzte Sportpanorama lässt grüssen, als Jann Billeter, von Natur aus nicht der Hellste (äusserlich), richtiggehend erblasste neben Frau Oeri...), der FC St.Gallen am Kunstrasen giessen u.s.w. Doch trotzdem beginnt in 10 Tagen bereits wieder die schweizerische Fussballmeisterschaft, nach nicht einmal 2 Monaten Pause. Sogar die ansonsten so kurze Winter-"Pause" ist länger. Welch ein ökologischer Blödsinn, diese Naturrasen so zu strapazieren. Diverse Landschaftsgärtner und Sportplatzabwärte werden ihre rar gebliebenen Haare raufen und vor Wut rote Köpfe bekommen, wenn sie diese Rasenquäler herumstolzieren sehen, mit ihren Nocken und Socken an den Füssen.
Ich werde mich darüber jedoch nicht zu stark aufregen müssen. Ich werde nämlich die erste AKW-Superligue-Fussballrunde der neuen Saison verpassen. Gehe nach Wetzikon, in die Eishalle um Schlittschuh zu laufen...
