Mittwoch, 11. Juli 2007

Der Ball füsselt wieder


"Schon bald ist es wieder so weit", lautet die Aussage eines Normalsterblichen. "Endlich gehts wieder los", lautet diejenige des Fussballfanatikers. "Blöds umegekicke...!" So tönt es aus den weiblichen Ecken. Ich kann die Frauen dieses Mal jedoch verstehen, obwohl ich kein eigentlicher Frauenversteher bin. Da in der Schweiz die Busaccas und Petignats ihre Spiele immer um halb acht anpfeiffen, verpassen nämlich viele Zuschauerinnen jeweils ihre GZSZ Folgen, was in guten und in schlechten Zeiten Folgen haben könnte. Auch die Tagesschau wird zur Tagesnichtschau und Markus Gilli's TalkTäglich mit Christoph Mörgeli wird zum TalkUnerträglich und muss oder darf in einer späteren Wiederholung als üblich geguckt werden.
Die Zeiten des (früher noch exklusiven) Teleclubs und des Blaufenster Fernsehen (bluewin) sind voll eingetroffen. Mann will natürlich nichts verpassen und sitzt, notabene zusammen mit einer Flasche Bier (Feldschlösschen Alkoholfrei) aufs Sofa und stiehlt der Frau somit den Sendeplatz.

Leider wird an der Anspielzeit des Volksports Nr. 1 auch in nächster Zukunft nicht gerüttelt. Für eine Revolution müssten nämlich alle Lämmli (Ernst, Delegierter) und alle Zloczower (Ralph, Pensionierter) zurück oder zur Seite treten, damit die MP3-Player Generation an die Macht kann. Die Spiele fänden dann in der Rushhour der TV Multis statt, zwischen 20.15 Uhr und 22:30 Uhr. Somit kommen alle auf ihre Kosten, in guten wie in schlechten Zeiten (GZSZ).

Wie gesagt, jedes Jahr dasselbe... Der FCZ befindet sich noch in der Ausnüchterungszelle, der FCB in den Ferien (Anm: die Präsidentin sollte nicht zu lange an der Sonne liegen. Das letzte Sportpanorama lässt grüssen, als Jann Billeter, von Natur aus nicht der Hellste (äusserlich), richtiggehend erblasste neben Frau Oeri...), der FC St.Gallen am Kunstrasen giessen u.s.w. Doch trotzdem beginnt in 10 Tagen bereits wieder die schweizerische Fussballmeisterschaft, nach nicht einmal 2 Monaten Pause. Sogar die ansonsten so kurze Winter-"Pause" ist länger. Welch ein ökologischer Blödsinn, diese Naturrasen so zu strapazieren. Diverse Landschaftsgärtner und Sportplatzabwärte werden ihre rar gebliebenen Haare raufen und vor Wut rote Köpfe bekommen, wenn sie diese Rasenquäler herumstolzieren sehen, mit ihren Nocken und Socken an den Füssen.
Ich werde mich darüber jedoch nicht zu stark aufregen müssen. Ich werde nämlich die erste AKW-Superligue-Fussballrunde der neuen Saison verpassen. Gehe nach Wetzikon, in die Eishalle um Schlittschuh zu laufen...

Wettergott vs. Bertarelli


Auch heute fragte ich mich: Was ist eigentlich mit unserem Wetter los? Ist es sauer auf uns? Oder ist dieses wechselhafte Getue des meteorologischen Götzenbildes auf was anderes zurückzuführen? Hat Thomas Bucheli vielleicht Spielschulden? Warum rächt er sich dann an uns unschuldigen Bürgerinnen und Bürger? Warum kann er sich nicht einfach für einen Blitzeinschlag auf dem Leutschen(d/b)ach entscheiden? Gut, so unschuldig sind wir nun auch wieder nicht... Die Generation der CO2-Ausstösser, so werden wir ja in den Zeitungen mittlerweile genannt, hat natürlich den Hilferuf des Wettergottes überhört. Kein Wunder, heutzutage laufen ja 90% Personinnen und Personen in unserem Land durchgehend mit einem MP3-Stöpsel in den Ohrmuscheln herum. Wohin sonst sollte man diese Ohrenschmalzüberdecker hinstecken? Etwa in die Nase? Damit man die Abgase der Dieselfahrzeuge (powered by Jasmin Hutter, SVP) nicht mehr riechen kann und somit unsere innere Ozonschicht keine Löcher kriegt?!


Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr... Anders gesagt, ich verstehe die Schweiz nicht mehr. In der Zeit des alinghischen Fiebers wüschten sich alle Segelsportfreunde ein Mittelmeer im Berner Oberland, eine Adriaküste im Rheintal und eine Nordsee in Basel, um unseren UBS-Verwaltungsrat statt in Valencia bei uns auf seiner Jacht herumwindeln zu sehen. Und gleichzeitig, wirklich just im gleichen Moment, regnet es in den Medien nur so von Überschwemmungsmeldungen. "Du bisch scho im Chäller go luege obs Wasser hät? - Nei, ich luege zerscht no die 4. Regatta fertig..." Klar, das ist jetzt ein übertriebenes Beispiel... Aber was denkt sich der Vorgesetzte des Regenpapst? "Gämmer dänä no chli Wasser..."


Der Schuss kann aus Sicht des Geistlichen natürlich auch nach Hinten los gehen. Oder anders gesagt: sinkt der Kohlendioxidverbrauch bei schlechtem Wetter, da er bei schönem Wetter (Anm: ein in der Schweiz höchst selten vorkommendes Phänomen) in der Regel ja steigt? Wäre es nicht sinnvoller, man würde in Helvetia eine Art Regenwasserkraftwerk einführen? Jeder Liter pro Quadratmeter erzeugt z.B. 150 kWh Strom. Dadurch könnte man natürlich die Beznauer, Leibstätter, Gösgner und Mühleberger vom 24h Dauerrauch erlösen und die AKW's vom Netz nehmen, und zusätzlich auf den billigen EU-Pfuus verzichten. Die Kühltürme der abgeschalteten Hochrisikofaktoren könnte man dann im Genfersee versenken und auf dem erhöhten Pegel die Alinghi schiffern lassen. Toll nicht?

Dienstag, 10. Juli 2007


Hallöle miteinander...
Jetzt habe ich endlich auch einen Blog :-)
Blog... ein neues, englisches Wort, welches übrigens nichts mit dem bürgerlichen Bundesrat aus Herrliberg zu tun hat. Herrliberg, hat ja übrigens seit neustem einen Stundentakt nach Schaffhausen (Montag bis Freitag, von 06.00 bis 20.00 Uhr), in jene Stadt, bei deren Mann oder Frau von weitem her bereits schriftlich und sehnlichst darauf aufmerksam gemacht wird, dass man als Lappi gfelligscht die Augen zu öffnen hat.
Unweit von Schauffhausen liegt eine Ortschaft welche an eine Begrüssung sowie an einen speziellen Wein erinnert. In dieser Grenzgemeinde ist wiederum ein "Blogger" im Amt, nämlich als Pfarrer, das heisst er ist blos der Bruder des bundesrätlichen Bloggers, welche man äusserlich aber nur schwer unterscheiden kann.
Eigentlich wollte ich mich nur kurz vorstellen. Aus Zeitgründen muss ich dies nun aber verschieben, da ich noch in die Stadt muss, Unterschriften sammlen, für eine Pedition der Linken: "Kein Blogger im Bundesrat"...