Sonntag, 16. Dezember 2007

Viel Franken für wenig Euro


Der Bundesrat wurde verjüngt, das Sportpanorama modernisiert, die Krankenkassenprämien erhöht, Vera Dillier geliftet, Schawinski und Giacobbo zurückgeholt... Alles ist bereit.


Der Countdown läuft, die fussballerische Euro kommt immer näher. Bereits ein halbes Jahr vorher gibt die UEFA (Unabhängige Europäische Finanzstarke Arbeitbeschaffung) den Tarif bekannt. Wer zum Beispiel zu Hause das Spiel schauen möchte, muss ab 2 Personen Eintritt verlangen, Cola und Carlsberg trinken; zudem darf es bei der Bildröhre nur um einen originalen JVC handeln. Herr und Frau (im Fussball?) Schweizer haben dies zu akzeptieren, da sie ja Gastgeber sind. Jeder muss demnach die eigenen vier Wände als Fanmeile fürs Public Viewing zur Verfügung stellen. Während den Spielen gehört die sonst gemütliche Stube der UBS und nach Spielschluss kommt eine Reinigungsequipe, finanziert mit Steuergeldern, um die MC Donalds (wehe wenn Burger King) Verpackungen wegzuräumen. Aus Sicherheitsgründen ist zudem während, vor und nach den Spielen jeglicher Verkehr im Schlaf- und Wohnzimmer untersagt.

Wir Fussballfans (Winterthurer ausgenommen) haben es nicht einfach. So eingeschränkt wie im nächsten Sommer sind wir sonst nur in den überfüllten S-Bahn Zügen am Morgen. Während der (T)Euro sind diese wiederum leer, da die Meisten am Morgen danach unfreiwillig ein wenig später aufstehen werden. Die S-Bahnen sind höchstens dann leer, wenn gerade die Schweiz ihre Spiele bestreitet. Jedoch würde auch dann mangels Klimaanlage freiwillig auf solche Zugsfahrten verzichtet werden. Für was die SBB dann ihren Mitarbeitern die Feriensperre nach dem ABB-Prinzip (ABB= Amtlich Bewilligter Blödsinn) auferlegt hat, bleibt ein Rätsel. Genau so wie die Frage, wer eigentlich Nachfolger von Köbi Kuhn wird. Ich hätte da einen Kandidaten: Benedikt Weibel. Der wird dann ja schliesslich zum zweiten Mal innert Kürze pensioniert und wäre sicher bereit, nochmals eine neue Karriere zu starten.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

SVP Adé!


Einigen Rechtswählern und Herrlibergern ist heute Morgen vermutlich der Buurezmorge im Hals stecken geblieben, als der höchste Schweizer (nein, nicht Basketballer Thabo Sefolosha) die Abwahl von Bundesrat Dr. Christoph Blocher vor SF-Kameras verkündete. Nun, war die Überraschung dann wirklich so überraschend? Seit dem christlichen Seitensprung des Walliser Wolfes (Herr Darbellay) konnte man zumindest ahnen, dass sich am Mittwochmorgen noch was tun könnte. Dass sich dann aber die bündnerische Schlumpfine von der vergeigten Bundesversammlung wählen liess, erstaunt von links bis rechts, von (Mario) Fehr bis (Hans) Fehr.
Noch steht nicht fest, ob sich die Tochter von (mittlerweile sehr-)alt Bundesrat Leon Schlumpf zur Bundesrätin vereidigen lässt. Gehen wir mal davon aus, dass die (in-Zukunft-von-Birgitt-Steinegger-parodierten) Politikerin die Wahl annimmt... Was hat dies für Folgen? Für den Kanton Graubünden sind diese Verheerend. Zum einen wird die noch aktuelle Regierungsrätin und Finanzdirektorin mit grösseren Steuerausfällen rechnen, auch wenn sie dann das Steuer nicht mehr selbst in der Hand hält... Oder glaubt ihr im ernst, dass die EMS Chemie den jetzigen Standort behält? Vorher geht Herr Ex-Nationalrat Schlüer in Galladés Pool baden... Apropos Schlüer: Würde dieser übrigens im Kt. GR anstatt im Rafzerfeld wohnen, würde er für die SVP (Ständerat-Verlierer-Partei) in den nationalen Rat nachrutschen, bzw. nachkriechen... Aber hätte und wäre... Vielleicht steigt nun Frau und Mutter Magdalena Martullo-Blocher in die aktive Politik ein und ersetzt in Bern die Bündnerin, als so zu sagen Busenfreundin der Hardliner... Na dann "Guets Mörgeli Schweizer Politik"

Freitag, 9. November 2007

...Tag Täglich dieser Gilli


Was haben, Roger Köppel, Ueli Giezendanner und Doris Fiala gemeinsam? Die Coiffeuse? - Richtig. Sie alle werden jeweils am Sonntagabend (17.45 Uhr, Termin in der Maske) von der gleichen, meist weiblichen Person für einen, immer wiederkehrenden Anlass "frisurell" auf Hochglanz getrimmt. Gleichzeitig bekommen sie eine Art Crème ins Gesicht geschmiert, damit sie ihren Hochglanz verlieren. Später, es ist immernoch Sonntagabend, werden diese Herren und Fialas unübersehbar mit Mikrofonen verwanzt (17.55 Uhr, Tonprobe) und kurz aufgefordert, den vor allem bei Stadionsprechern allzeit beliebte Standartsatz "Test, eins, zwei, Test" von sich zu geben.

Anschliessend begeben sich unsere Hauptdarsteller in einen schwarzen, mit blauton beleuchteten Raum (18.05 Uhr , Betretten des Studios) und nehmen auf billigen, wiederum schwarzen Lederstühlen platz. Wie Sie, liebe Leserinnen und Leser zu Hause an den Plasma-Bildschirminnen und -Bildschirmen bestimmt schon festgestellt haben, handelt es sich bei dieser "Klicke" um die Studiogäste der Sonntagabendkiste "Sonn-Talk" bei "Tele Züri" (18.25 Uhr, MAZ läuft...). Der Moderator, ein gewisser Markus Gilli, welcher übrigens nichts mit dem mexikanischen Gewürz zu tun hat, auch handelt es sich dabei nicht um den ehemaligen Alpine-Chef des Schweizer Skiteams, führt freihändig und ohne zu zittern durch die Sendung. Wenn der etwa 1.60cm "grosse" Anchorman jedoch in die Ferien fliegt, übernimmt jeweils der smarte Hugo Bigi (Bitschi oder Beach-ey oder Bitsch-Iij) das Zepter. Er animiert jeweils viele Zuschauer,... "wegzuzappen", sofern der Zuschauer noch nicht eingedöst ist.

Wir schalten zurück ins Studio. Der Showmaster of Desaster ist mittlerweile mit allen Gästen per du, der Respekt derjenigen ihm gegenüber ging just verloren. Etwas, was sich in all den Jahren seit Sendestart verändert hat, ist das Äussere des Sprechers. Markus Gilli hat nicht nur Zuschauer verloren. Auch sein Haar ist mittlerweile rar. Die Coiffeuse frisiert seit kurzem nicht mehr mit Kamm sondern mit Lupe. Die Stutiogästinnen und -Gäste sind auch nicht mehr die Selben. Mario Fehr heisst neu Hans Fehr, Peter Rothenbühler und Roger Schawinski (wer häts erfunde? how care's...) sind auch nur noch selten anwesend und bei Lust und Frust sagen die immer gleichen Leute die immer gleichen Sachen: der Fuhrhalter aus dem Aargau: Frust: Formel-1 kommt nicht mehr im TV, Lust: Moritz Leuenberger bekam (Rüebli?-)Torte ins Gesicht. Christine Goal!!!!: der nicht-wählbare Bundesrat wurde wieder gewählt (Frust), die SP sei nun intern in der Partei wieder im Trend, man erwartet rund 30% Wähleranteil an der GV (Lust). Auch Versprecher kommen natürlich ab und zu mal vor... Dumm nur, dass diese Sendung stündlich wiederholt wird....wiederholt wird....wiederholt wird....wiederholt wird....wiederholt wird....

Mittwoch, 1. August 2007

Rätsel der Nation


Heute feiern wir das Thanksgiving der Eidgenossen. Aus welchem Grund wir genau anstossen, das weiss hingegen niemand, auch nicht die sieben Zwerge aus dem Morgenland (Bundeshaus).
Hat nun dieser Wilhelm ob mit oder ohne Helm auf sein Walterli gezielt oder nicht? Wie blieb dann der Apfel auf dem Kopf stehen? Und warum hat er nicht auf den Gessler geschossen? Den zu treffen wäre ja viel leichter gewesen. Gut, ein grosses Ziel zu treffen ist leichter gesagt als getan, seit der letzten Fussball WM können wir davon ja ein Liedchen singen (wie immer am ersten August). Dort haben unsere Eidgenossen schliesslich schlecht geschossen. Ganz im Gegenteil zum Wili aus der Innerschweiz, der seinen Pfeil direkt in einen feinen "Golden Delicious" buxierte. (Damals waren die Äpfel übrigens noch nicht mit Feuerbrand verseucht).

Warum werden am ersten August eigentlich diese igelkillenden Höllenfeuer angezündet? Warum spielen die immer gleichen Musikvereine ihre immer gleichen Lieder zur immer gleichen Zeit am immer gleichen Ort? Klaro, Tradition ist Tradition, deshalb wird dieses Wort traditionell noch immer gleich geschrieben. Aber wie kam's dazu? Unsere Gründerväter waren ja weder die Bremer Stadtmusikanten noch Out-in-the-green-Krematoren oder Feuerwerk Fabrikanten. Aus welchem Grund läuft denn dieses Prozedere jedes Jahr nach gleichem Muster ab? Warum werden nicht alljährlich den jungen Buben ihre Köpfe vom Apfel geschossen? Ich weiss, die Schweiz hat zu Angst ihrer wahren Tradition nachzugehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Tellsche' Schuss gar nicht am 1. August stattfand, sondern am Tag des Knabenschiessens, der jedes Jahr bekanntlich in Zürich gefeiert wird. Was war denn am 1. August 1291 genau los? Schlacht am Mohrgarten war doch au mal noch... Und was hatte eigentlich der zukünftige Liftbauer Namens "Schindler" auf der Rütliwiese verloren? Fragen über Fragen...

Ein paar weitere Fragen, die Niemand lösen wird: Was war zuerst:, die SVP oder der Buurezmorge? Clown Dimitri oder Calmy-Rey? Swissdate oder Swiss? Weitere Beispiele strotzen vor Unwissenheit in der Bevölkerung: Hat Hans Schenker wirklich gekokst? Kann man Radio DRS als Sterbehilfe anerkennen? Viele dieser Fragen werden vermutlich nie gelöst. Auch heute nicht, am ersten August.

Mittwoch, 11. Juli 2007

Der Ball füsselt wieder


"Schon bald ist es wieder so weit", lautet die Aussage eines Normalsterblichen. "Endlich gehts wieder los", lautet diejenige des Fussballfanatikers. "Blöds umegekicke...!" So tönt es aus den weiblichen Ecken. Ich kann die Frauen dieses Mal jedoch verstehen, obwohl ich kein eigentlicher Frauenversteher bin. Da in der Schweiz die Busaccas und Petignats ihre Spiele immer um halb acht anpfeiffen, verpassen nämlich viele Zuschauerinnen jeweils ihre GZSZ Folgen, was in guten und in schlechten Zeiten Folgen haben könnte. Auch die Tagesschau wird zur Tagesnichtschau und Markus Gilli's TalkTäglich mit Christoph Mörgeli wird zum TalkUnerträglich und muss oder darf in einer späteren Wiederholung als üblich geguckt werden.
Die Zeiten des (früher noch exklusiven) Teleclubs und des Blaufenster Fernsehen (bluewin) sind voll eingetroffen. Mann will natürlich nichts verpassen und sitzt, notabene zusammen mit einer Flasche Bier (Feldschlösschen Alkoholfrei) aufs Sofa und stiehlt der Frau somit den Sendeplatz.

Leider wird an der Anspielzeit des Volksports Nr. 1 auch in nächster Zukunft nicht gerüttelt. Für eine Revolution müssten nämlich alle Lämmli (Ernst, Delegierter) und alle Zloczower (Ralph, Pensionierter) zurück oder zur Seite treten, damit die MP3-Player Generation an die Macht kann. Die Spiele fänden dann in der Rushhour der TV Multis statt, zwischen 20.15 Uhr und 22:30 Uhr. Somit kommen alle auf ihre Kosten, in guten wie in schlechten Zeiten (GZSZ).

Wie gesagt, jedes Jahr dasselbe... Der FCZ befindet sich noch in der Ausnüchterungszelle, der FCB in den Ferien (Anm: die Präsidentin sollte nicht zu lange an der Sonne liegen. Das letzte Sportpanorama lässt grüssen, als Jann Billeter, von Natur aus nicht der Hellste (äusserlich), richtiggehend erblasste neben Frau Oeri...), der FC St.Gallen am Kunstrasen giessen u.s.w. Doch trotzdem beginnt in 10 Tagen bereits wieder die schweizerische Fussballmeisterschaft, nach nicht einmal 2 Monaten Pause. Sogar die ansonsten so kurze Winter-"Pause" ist länger. Welch ein ökologischer Blödsinn, diese Naturrasen so zu strapazieren. Diverse Landschaftsgärtner und Sportplatzabwärte werden ihre rar gebliebenen Haare raufen und vor Wut rote Köpfe bekommen, wenn sie diese Rasenquäler herumstolzieren sehen, mit ihren Nocken und Socken an den Füssen.
Ich werde mich darüber jedoch nicht zu stark aufregen müssen. Ich werde nämlich die erste AKW-Superligue-Fussballrunde der neuen Saison verpassen. Gehe nach Wetzikon, in die Eishalle um Schlittschuh zu laufen...

Wettergott vs. Bertarelli


Auch heute fragte ich mich: Was ist eigentlich mit unserem Wetter los? Ist es sauer auf uns? Oder ist dieses wechselhafte Getue des meteorologischen Götzenbildes auf was anderes zurückzuführen? Hat Thomas Bucheli vielleicht Spielschulden? Warum rächt er sich dann an uns unschuldigen Bürgerinnen und Bürger? Warum kann er sich nicht einfach für einen Blitzeinschlag auf dem Leutschen(d/b)ach entscheiden? Gut, so unschuldig sind wir nun auch wieder nicht... Die Generation der CO2-Ausstösser, so werden wir ja in den Zeitungen mittlerweile genannt, hat natürlich den Hilferuf des Wettergottes überhört. Kein Wunder, heutzutage laufen ja 90% Personinnen und Personen in unserem Land durchgehend mit einem MP3-Stöpsel in den Ohrmuscheln herum. Wohin sonst sollte man diese Ohrenschmalzüberdecker hinstecken? Etwa in die Nase? Damit man die Abgase der Dieselfahrzeuge (powered by Jasmin Hutter, SVP) nicht mehr riechen kann und somit unsere innere Ozonschicht keine Löcher kriegt?!


Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr... Anders gesagt, ich verstehe die Schweiz nicht mehr. In der Zeit des alinghischen Fiebers wüschten sich alle Segelsportfreunde ein Mittelmeer im Berner Oberland, eine Adriaküste im Rheintal und eine Nordsee in Basel, um unseren UBS-Verwaltungsrat statt in Valencia bei uns auf seiner Jacht herumwindeln zu sehen. Und gleichzeitig, wirklich just im gleichen Moment, regnet es in den Medien nur so von Überschwemmungsmeldungen. "Du bisch scho im Chäller go luege obs Wasser hät? - Nei, ich luege zerscht no die 4. Regatta fertig..." Klar, das ist jetzt ein übertriebenes Beispiel... Aber was denkt sich der Vorgesetzte des Regenpapst? "Gämmer dänä no chli Wasser..."


Der Schuss kann aus Sicht des Geistlichen natürlich auch nach Hinten los gehen. Oder anders gesagt: sinkt der Kohlendioxidverbrauch bei schlechtem Wetter, da er bei schönem Wetter (Anm: ein in der Schweiz höchst selten vorkommendes Phänomen) in der Regel ja steigt? Wäre es nicht sinnvoller, man würde in Helvetia eine Art Regenwasserkraftwerk einführen? Jeder Liter pro Quadratmeter erzeugt z.B. 150 kWh Strom. Dadurch könnte man natürlich die Beznauer, Leibstätter, Gösgner und Mühleberger vom 24h Dauerrauch erlösen und die AKW's vom Netz nehmen, und zusätzlich auf den billigen EU-Pfuus verzichten. Die Kühltürme der abgeschalteten Hochrisikofaktoren könnte man dann im Genfersee versenken und auf dem erhöhten Pegel die Alinghi schiffern lassen. Toll nicht?

Dienstag, 10. Juli 2007


Hallöle miteinander...
Jetzt habe ich endlich auch einen Blog :-)
Blog... ein neues, englisches Wort, welches übrigens nichts mit dem bürgerlichen Bundesrat aus Herrliberg zu tun hat. Herrliberg, hat ja übrigens seit neustem einen Stundentakt nach Schaffhausen (Montag bis Freitag, von 06.00 bis 20.00 Uhr), in jene Stadt, bei deren Mann oder Frau von weitem her bereits schriftlich und sehnlichst darauf aufmerksam gemacht wird, dass man als Lappi gfelligscht die Augen zu öffnen hat.
Unweit von Schauffhausen liegt eine Ortschaft welche an eine Begrüssung sowie an einen speziellen Wein erinnert. In dieser Grenzgemeinde ist wiederum ein "Blogger" im Amt, nämlich als Pfarrer, das heisst er ist blos der Bruder des bundesrätlichen Bloggers, welche man äusserlich aber nur schwer unterscheiden kann.
Eigentlich wollte ich mich nur kurz vorstellen. Aus Zeitgründen muss ich dies nun aber verschieben, da ich noch in die Stadt muss, Unterschriften sammlen, für eine Pedition der Linken: "Kein Blogger im Bundesrat"...